Viele Portale werben mit einem Handyvertrag trotz negativer Schufa. Was es genau damit auf sich hat, soll an dieser Stelle näher erläutert werden.

Die Schufa – Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung – speichert die Daten über das Zahlungsverhalten eines jeden Bürgers. Wird ein Handyvertrag beantragt, wird das der Schufa gemeldet. Außerdem speichert die Schufa Daten von Banken, zum Beispiel sind das die Girokonten, die der Einzelne unterhält. Auch die Aufnahme eines Kredites wird der Schufa mitgeteilt. Genauso verhält es sich mit den negativen Aspekten. Das Nichtbezahlen einer Handyrechnung oder das Nichteinhalten der Raten für die Rückzahlung eines Darlehens wird ebenso der Schufa mitgeteilt, wie Zwangsvollstreckungsmaßnahmen, Eidestattliche Versicherungen und ähnliches.

Negative Folgen können deshalb diese Einträge in der Schufa nach sich ziehen. Wer Negativmerkmale, wie die oben beschriebenen hat, bekommt weder einen Kredit von einer Bank noch einen Handyvertrag bewilligt. Die Folgen können so weitreichend sein, dass negative Schufaeinträge Auswirkungen auf ein Arbeitsverhältnis haben können. Das ist dann der Fall, wenn sich der Betroffene auf eine Stelle im Sicherheitsbereich bewirbt, zum Beispiel bei einem Geldtransportunternehmen.

Einen negativen Schufaeintrag kann nur dann entfernt werden, wenn die Forderung beglichen worden ist. Alledings gibt es dazu auch Fristen. So wird das Bezahlen einer offenen Forderung zwar der Schufa gemeldet, diese vermerkt dies auch, aber der Eintrag an sich bleibt noch drei weitere Jahre bestehen. Bürgschaften werden sofort nach Erledigung gelöscht. Bei einer eidesstattlichen Versicherung werden die Daten nach drei Jahren gelöscht. Wird die Forderung beglichen, muss das Amtsgericht den Eintrag löschen. Dieser Vermerk bekommt der Schuldner auf Wunsch vom Amtsgericht, damit dieser dies der Schufa mitteilen kann. Diese ist dann in dem Fall dazu verpflichtet, die Daten sofort zu löschen.

Trotzdem ist ein Handyvertrag trotz Schufaeintrag möglich. Es gibt spezielle Portale, die eine solche Option anbieten. Durch ihre langjährigen Geschäftsverbindungen zu den Mobilfunkunternehmen konnten sie ein Vertrauensverhältnis schaffen, das sich in diesen schwierigen Fällen in der Vergangenheit als nützlich erwiesen hat. Ein Handyvertrag trotz Schufaeintrag konnte ich 90 Prozent aller Fälle erfolgreich vermittelt werden.

Allerdings sollten sich die Verbraucher darüber im Klaren sein, dass auch bei einem Handyvertrag trotz Schufaeintrag eine Auskunft bei der Schufa eingeholt wird. Je nach dem, wie diese ausfällt, wird zwar ein Handyvertrag zustande kommen, aber es besteht die Möglichkeit, dass die Betroffenen eine Kaution zahlen müssen. Diese dient zur Absicherung der Handyrechnung. Wird diese nicht beglichen, wird die Kaution zum Bezahlen verwendet. Zahlt der Handybesitzer immer pünktlich, bekommt er nach einer bestimmten Zeit seine Kaution wieder. Wie lange diese Phase dauert, hängt vom jeweiligen Mobilfunkunternehmen ab.

Es soll an dieser Stelle aber auch darauf hingewiesen werden, dass ein Handyvertrag trotz Schufaeintrag auch dann nicht genehmigt wird, wenn noch eine offene Rechnung besteht – bei einem Mobilfunkunternehmen.

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