Vodafone bietet LTE Internet mit unterschiedlichen Bandbreiten an und neuerdings mit einer ganz wesentlichen Neuerung. DSL-Ersatz Tarife an sich gibt es zwar schon ein wenig länger bei dem Mobilfunkunternehmen, aber bisher durften keine Tarife mit höheren Bandbreiten als eigentlich am Standort des Kunden verfügbar gebucht werden. Das ändert sich nun und bringt dem Nutzer einige wirklich herausragende Vorteile.

Politikwechsel eingeläutet: Tarife ab jetzt frei wählbar
Bislang konnte der Tarif „LTE Zuhause“ in einer Bandbreite von 3.6 bis zu 50 MBit/s gebucht werden. Allerdings konnte der Kunde nicht frei wählen, welchen Bandbreitenvertrag er wollte. Sondern Vodafone gab nur Verträge frei, die in der maximalen prognostizierten Datenrate für den Standort des Interessenten lagen. Wenn die Prognose für die maximal mögliche Datenrate beispielsweise bei 12 MBit/s lag, konnten lediglich Verträge mit 3,6 oder 7,2 MBit/s abgeschlossen werden. Selbst wenn der Kunde einen höheren Vertrag abschließen wollte, war dies bisher nicht möglich und so konnte die maximale prognostizierte Datenrate oftmals nicht voll ausgenutzt werden. Zwar erscheint das auf den ersten Blick sinnig und kundenfreundlich, den Kunden keine Verträge zu verkaufen, deren Datenübertragungsgeschwindigkeiten sie nicht nutzen können. Allerdings gibt es auch einen Haken und zwar das Highspeedvolumen, das bei einem Vertrag monatlich inklusive ist. Eine höhere maximale Datenrate bei einem Tarif bedeutet ein größeres Highspeedvolumen. Hat ein Kunde nun einen hohen Verbrauch, etwa 30 GB pro Monat, konnte er diesen durch einen Tarif mit einer niedrigeren maximalen Datenrate nicht decken. Ein Upgrade in einen höheren Tarif war bisher allerdings nicht möglich.
Das hat Vodafone nun geändert, der Kunde selbst entscheidet, welchen Tarif er buchen will. Dadurch wird eben geschildertes Problem gelöst. Hat ein Kunde nun einen hohen Bedarf an Inklusivvolumen, aber nur eine begrenzte Datenrate beim LTE, kann er nun trotzdem den Vertrag mit der höchsten Datenrate, also 50 MBit/s buchen und hat damit auch ein wesentlich höheres Highspeedvolumen.

Diese Änderung ist dringend notwendig. Durch die Kopplung von Datenrate und Inklusivvolumen muss dem Kunden die Möglichkeit eingeräumt werden, dann seinen Tarif frei zu wählen. Eine andere Möglichkeit wäre natürlich gewesen, Datenrate und Surfvolumen zu entkoppeln und eine Buchung von zusätzlichen Inklusivvolumen zu ermöglichen.
Vodafone hat sich aber für die erste Variante entschieden. Warum so lange gezögert wurde, kann nur vermutet werden. Eventuell wollte der Mobilfunkkonzern seine Kunden nicht verprellen, indem sie ihnen Verträge verkauft, deren Datenraten dann am Standort der Interessenten nicht erreicht werden können. Allerdings können maximale Datenraten nie genau geschätzt werden und hängen von einer Vielzahl von Faktoren ab. Auch haben die meisten Kunden heutzutage wohl verstanden, dass ein Funknetz Schwankungen unterliegt und dass es sich bei den im Tarif angegebenen Datenraten um die maximale Ausreizung des Netzes handelt, eben „bis zu“ und nicht „genau“. Vodafone vertraut nun auf die Kunden und lässt ihnen die Wahlfreiheit.

GD Star Rating
loading...
GD Star Rating
loading...